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Ein Fränkischsprachkurs für "Neigschmeckde" ....wem's was bringt

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Sechderne, setta und sottera....

Drei fränkische Ausdrucksweisen für ein Wort. So hat der Ober-, der Mittel- und der Unterfranke seine eigene Art sich zu äußern. Darüber hinaus unterscheiden sich jedoch auch mitunter in derselben Region von Ort zu Ort Aussprache und Wortschatz.

Kenner des Fränkischen werden schnell feststellen, daß ein großer Teil der Begriffe aus dem Mittelfränkishen stammt. Dies ist darauf zurückzuführen, daß der Verfasser in der Gegend von Nürnberg lebt. Hier heißen die Hasen "Hoosn" und die Hosen "Huusn", sondern es werden auch "P" zu "B" und "T" zu "D", was auch Ruhrgebietlern sofort auffällt ;-))).

Beim Buchstabieren behilft sich der Mittelfranke mit der zusätzlichen Erklärung "hartes B", wenn er "P" meint, oder "weiches B". Meistens wird "K" zu "G", im Widerspruch hierzu wird das Wort Garage mit einem deutlichen "K" zur "Karaasch". Eine weitere Eigenheit ist es durch das Anhängen der Nachsilben "la", "ler" oder "li" (-lein) zu verniedlichen. Trotz aller Unterschiede in der Sprache haben die Franken was gemeinsam: Sie bringen immer direkt zum Ausdruck, was sie wollen und meinen - und das oft recht deftig. Bei so manch einer Gelegenheit ist es sehr hilfreich, "wemmer Fränkisch redn koo, dann wass mer aa, wos gmaand iss". Schon eine Speisekarte kann durchaus zum Sprachstudium werden. Denn welcher "Neigschmeckde" weiß schon was blaue Zibfl, Schnitz, Gnidla, Scheiferla, Bindla, Grubfder oder Meefischli sind.

Vielen kann dieses Nachschlagewerk als Wörterbuch dienen

 


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